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Beitrag von Fam. Hadzic, Coburg.
vom 28.12.2002

Mein Geburtsname ist Abdullah do Bom Tempo, aber ich bin am berühmten 11. September 2001 in mein neues Zuhause gekommen und mein Frauchen sagte, nun kommt der Terror auch in unsere Wohnung. Aus diesem Grund habe ich erst einmal den Namen gewechselt. Erst sollte ich Taxi heißen, aber mein Herrchen sagte: es sei ein bisschen merkwürdig, wenn ich im Wald mit dem Hund spazieren gehe und rufe "Taxi, Taxi!!" Jetzt heiße ich Gorbatschow, kurz "Gorbi".
In den ersten Tagen war es mit der Umstellung etwas schwierig. Ihr könnt Euch denken, die Essensumstellung, Gassi gehen. Da mein Frauchen für die Stimmung im Haus zuständig ist, habe ich mich an sie gehalten. War vielleicht ein Fehler. Ich habe ihr nämlich morgens immer einen Haufen vor ihr Bett gelegt. Der weisse Teppich war hin, Frauchens Nerven auch. Aber sie hat mich sehr lieb gewonnen. Bei unseren ersten Ausflug zur Kiesgrube, als ich Baden ging, wollte sie mich aus dem Wasser retten, weil sie Angst hatte, ich gehe unter. Aber ich bin ja ein stolzer Portugiesischer Wasserhund und kann besser Schwimmen als mein Frauchen. Wir haben zwei Kinder im Haus, die gehen jeden Morgen zur Schule, alle wollten, dass ich auch in die Schule gehe, damit ich lerne zu gehorchen und all das andere. Aber Frauchen hat sich gewehrt, sie sagte sie hätte genug Probleme mit den Schulen, Hausaufgaben und all dem Mist. Inzwischen habe ich mich gut eingewöhnt und alle gehorchen. Als Hund besitze ich natürlich den Drang eine Herde zu besitzen. Ich habe zwei Schäfchen, auf die ich immer aufpasse und dafür sorge, dass sie abends immer in die Wohnung kommen. Es sind zwei Katzen und heißen Schniefi und Cappuccino. Sie dürfen mein Fressen essen und manchmal bekomme ich auch Sheba, fünf Dosen auf einmal. Wir haben einen Wassernapf zusammen.



Ich bin wahnsinnig lieb und liebe meine Freunde und Familie über alles. Ich bin auch immer in der Nähe, es könnte schließlich einer von diesen komischen Menschen Fehlern machen. Zum Beispiel dieser Eine in seinen gelb-blauen Kleidern, mit dem gelben Auto. Den Motor höre ich schon auf große Entfernung und wenn er es wagt kleine weiße Umschläge in den kleinen grauen Kasten zu werfen, dann gibt es Krach. Meine Familie mag nämlich diese kleinen Umschläge nicht, weil sie dann immer stöhnen und sagen "schon wieder so eine verdammte Rechnung".



Ich bin immer glücklich, wenn ich Bettina und Peter treffe und meine Verwandten. Wenn ich viele Knochen übrig habe, gebe ich sie ihnen, den Hunden natürlich, denn die sind die besseren Menschen.

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