Der größte bekannte internationale Dachverband für Hundezucht ist die
FCI (Federation Cynologique Internacionale, Belgien) dem die
Landesverbände wie der VDH, Verband für das Deutsche Hundewesen,
unterstellt sind. Die ganze Organisation des Zuchtwesens und des damit
verbundenen Ausstellungs- und Prüfungswesens obliegt den
Landesverbänden der FCI (sprich VDH in Deutschland) und deren
regionalen Hundevereinen. Nur die Zwingernamen werden direkt von der
FCI verwaltet aber auch über den Landesverband (z.B. VDH) beantragt.
Der portugiesische FCI-Verein, in dem ich 1998 angefangen habe
Portugiesische Wasserhunde zu züchten, entspricht dem VDH. Meinen
Zwingernamen "do BOM-TEMPO" ist ordentlich über den CPC bei der FCI
seit Mitte 2000 registriert. Und normalerweise sind Umregistrierungen
von FCI-Zwingern und FCI-Zuchtpapieren von Land zu Land kein Problem.
Als wir Ende Juni 2001 von Portugal nach Deutschland zogen, konnte
jedoch wegen der unerwartet schwerfälligen Bürokratie erst Ende 2002
mit einer ersten Zwingerbesichtigung des VDH begonnen werden. Wie lange
das Verfahren noch dauert, ist offen. Da ich meine Zuchtarbeit mangels
"VDH-Stempels" nicht einschränken wollte, wurde ich zwischenzeitlich
Mitglied bei dem "ERZ" (Europäischer Rassehunde-Zuchtverband e.V.),
die einzigste Dachorganisation für Rassehunde die neben dem VDH im
Deutschen Bundestag eingetragen ist.
Der ERZ (gegründet 1998) erfüllt die gleichen Voraussetzungen - sprich
auch Pflichten - für Hundezüchter wie der VDH, nur mit europaweitem
Anspruch und einer wesentlich besseren Unterstützung für Hundezüchter.
Somit kann ich meinen Kunden garantieren, dass meine Zuchtarbeit, auch
was die Abstammungspapiere und Vorgaben für Zuchttauglichkeit (PRA,
HD-und Wesen-Tests) anbelangt, unter "Oberaufsicht" einer qualifizierten
und offiziell anerkannten Organisation stattfindet. Mehr Infos zum ERZ
unter: http://www.erz-ev.de/index.html.
Ihre
Bettina Otto-Matthes
Coburg, Januar 2003
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