Historie des CAP (Cão de Água Português)

PWD (Portuguese Water Dog) oder PWH (Portugiesischer Wasserhund)

Es ist eigentlich fast unmöglich mit Exaktheit über die Ursprünge und die Entwicklung dieser Rasse zu sprechen, da sie nur in wenigen geschichtlichen Dokumentationen erscheint, - und das, obwohl sie seit Jahrhunderten so häufig und nützlich an Portugals Küsten vertreten war.

Der erste Bibliograf, der sich den Ursprüngen des Wasserhundes angenommen hatte, war Prof. Dr. Manuel Fernandes Marques. Er setzte die Heimat der Wasserhunde in das Zweistromland, von wo sie durch die Phönizier, ein fahrendes Händlervolk, in der Welt verbreitet wurden. Phönizier und ihre Hunde kamen schon 1250 vor Christus zur iberischen Halbinsel und gründeten dort ihre Niederlassungen

335 vor Christus. unterwarf Alexander der Große Kleinasien und Persien. In Persien wurde der "canis turcus" oder "the great mongrel dog" schon um 600 vor C. in den heiligen Texten von Zend-Avesta zur Zeit Zoroasters erwähnt.

Als die Römer die iberische Halbinsel 200 vor C. bis 300 nach C. besetzten machte der alte Boethius seine Notizen über einen "canis piscator", einen fischenden Hund der Meere. Zur selben Zeit war in Rom unter Kaiser Augustus ein Hund bekannt mit dem Namen "canis leo", ein Hund, der wie ein Löwe getrimmt war. Man nimmt den gemeinsamen Ursprung dieser Hunde in Persien an.

Um 300 bis 500 nach Christus kamen die Westgoten unter König Ataulf aus Rußland zur iberischen Halbinsel und vermischten sich mit den Römern. Der Engländer James White (Lebenszeit nicht angegeben) nimmt an, daß die Hunde, die die Visigoten mit sich brachten, aus Kirgiesistan stammten. In einem von der Welt abgeschnittenem Tal sollen die Kirgiesen seit Jahrtausenden ihre Rinderherden mit einem dem Wasserhund morphologisch identischen Hund gehütet haben. Dieser Hund soll durch die extremen Temperuturbedingungen und die Anforderungen der Herden beste Arbeitseigenschaften erworben haben. Auf der iberischen Halbinsel sollen sich dann der "canis leo" und die kirgiesischen Herdenhunde vermischt haben.

700 - 1100 nach C. invadierten die Mooren, Mauren oder schlicht Araber die iberische Halbinsel. Andalusien im heutigen Südspanien und die Algarve im heutigen Südportugal wurde wegen der von den Römern angelegten Häfen unterworfen während das heutige Nordportugal den inzwischen dort ansässigen Schwaben Platz machte. Die Mauren brachten aus den asiatischen Steppen (Südrußlands) den "großen Wasserhund" mit und verbreiteten ihn in Nordafrika und im Süden der Iberischen Halbinsel.



[335 v. Chr. - 1100]  [1100 - 1912]  [1913 - Gegenwart]


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